Deutschland erzielt Einigung zur Verstaatlichung des in Schwierigkeiten geratenen Gasriesen Uniper – News Kingpin

Deutschland einigt sich auf die Verstaatlichung des angeschlagenen Gasriesen Uniper

Das Uniper-Logo erscheint am 8. Juli 2022 am Hauptsitz des Energieversorgers in Düsseldorf. – Reuters Pic

Mittwoch, 21. September 2022 15:06 malaysische Zeit

Deutschland hat eine Einigung zur Verstaatlichung des angeschlagenen Gasriesen Uniper erzielt, sagte die Bundesregierung am Mittwoch, während der Energiesektor mit den Folgen des russischen Krieges in der Ukraine zu kämpfen hat.

Berlin und der finnische Eigentümer von Uniper, Fortum, kündigten einen Deal an, der Deutschland einen Anteil von 98,5 Prozent an dem hochverschuldeten Gasunternehmen belassen würde.

„Uniper ist eine wesentliche Säule der deutschen Energieversorgung“, heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Berlin Uniper 8 Milliarden Euro (36,2 Milliarden malaysische Ringgit) in bar zuführen und Fortum-Aktien für 500 Millionen Euro kaufen.

Fortum wird auch für ein 8-Milliarden-Euro-Darlehen zurückgezahlt, das es Uniper gewährt hat.

„Angesichts der aktuellen Bedingungen auf den europäischen Energiemärkten und in Anerkennung des Ernstes der Lage von Uniper ist der Verkauf von Uniper der richtige Schritt, nicht nur für Uniper, sondern auch für Fortum“, sagte Marcus Raramo, CEO von Fortum.

Die Rolle des Gases in Europa hat sich seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine drastisch verändert, ebenso wie die Aussichten für das Schwergas-Portfolio. Damit entfällt die Machbarkeitsstudie für ein integriertes Set.

Uniper, einer der größten Importeure von russischem Gas, geriet unter Druck, als Moskau nach seiner Invasion in der Ukraine im Februar die Lieferungen an den Kontinent stoppte.

Die verlorenen Lieferungen mussten durch teure Lieferungen vom freien Markt ersetzt werden, da die Gaspreise in die Höhe schossen.

Fortum sagte, Uniper habe fast 8,5 Milliarden Euro an gasbezogenen Verlusten angehäuft und „kann seine Rolle als wichtiger Anbieter von Versorgungssicherheit als Privatunternehmen nicht weiter erfüllen“.

Deutschlands Abhängigkeit von russischem Gas

Der deutsche Staat hatte bereits im vergangenen Juli im Rahmen der ersten Rettungsvereinbarung zugesagt, einen Anteil von 30 Prozent an Uniper zu kaufen.

Aber Uniper gab Anfang dieses Monats bekannt, dass beide Seiten eine mögliche Verstaatlichung prüfen, da die Energiekrise keine Anzeichen eines Nachlassens zeigte.

Fortum stellte Uniper im Januar einen Kredit in Höhe von 8 Milliarden Euro zur Verfügung, da der Gaspreis aufgrund der Spannungen mit Moskau bereits vor dem Einmarsch in die Ukraine zu steigen begann.

Das finnische Unternehmen hält einen Anteil von knapp 80 Prozent an Uniper, der im Rahmen der Rettungsaktion im Juli auf etwa 56 Prozent hätte reduziert werden können.

Anfang September nahm die Bundesregierung Gespräche mit einem anderen Gasversorger, VNG, über ein mögliches Rettungspaket auf.

Der russische Krieg in der Ukraine hat ein Erdbeben auf den europäischen Energiemärkten verursacht, den Druck auf die Lieferanten erhöht und Ängste vor möglichen Engpässen im Winter geschürt.

Deutschland war aufgrund seiner ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energieimporten besonders exponiert.

Seit Ausbruch des Krieges arbeitet Berlin daran, sich vom russischen Gas zu entwöhnen und alternative Versorgungsmöglichkeiten zu sichern.

Beamte beschlagnahmten große Teile der Energieinfrastruktur, die sich in den Händen russischer Energieunternehmen befanden, und ordneten die Befüllung von Gasdepots an. – Agentur für französische Presse

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