Nur zwei Unternehmen kontrollieren 40 % des globalen Marktes für kommerzielles Saatgut: Report – News Kingpin

Neue Forschungsergebnisse besagen, dass der Einfluss einer kleinen Anzahl großer Unternehmen auf die globale Nahrungskette zunimmt, unterstützt durch den zunehmenden Einsatz von „Big Data“ und künstlicher Intelligenz.

Nach Angaben der ETC Group, einer Organisation, die sich für Umweltgerechtigkeit einsetzt, besitzen heute nur noch zwei Unternehmen 40 Prozent der weltweiten kommerziellen Saatgutindustrie, verglichen mit zehn vor 25 Jahren.

Im Zuge der durch den Konflikt in der Ukraine verursachten Turbulenzen und der anhaltenden Auswirkungen der Covid-Pandemie sind die Lebensmittelpreise in letzter Zeit in die Höhe geschossen und haben die Gewinne für Rohstoffhändler und Getreideproduzenten in die Höhe getrieben.

Laut der neuesten 141-seitigen Studie der ETC Group, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, sind chinesische Unternehmen ebenfalls führend. Mit Einnahmen von knapp über 100 Milliarden US-Dollar (89 Milliarden Pfund) im Jahr 2020, verglichen mit 134 Milliarden US-Dollar bei Cargill, ist Chinas staatliches Unternehmen Cofco heute der weltweit zweitgrößte Händler von Agrarrohstoffen, nur hinter Cargill mit Sitz in den USA.

Die neuesten Statistiken, auf denen die Studie basierte, zeigen Archer-Daniels-Midland, den zweitgrößten Händler, mit einem Umsatz von 64 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020.

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Wie The Guardian berichtet, hat Jim Thomas von der ETC Group seine Besorgnis über die zunehmende Marktbeherrschung einiger weniger Unternehmen geäußert, insbesondere angesichts steigender Lebensmittelpreise, des eskalierenden Klimaproblems und der Bedrohung der Artenvielfalt.

Er behauptete, dass die kommerzielle Lebensmittelindustrie mit ihrer Integration von künstlicher Intelligenz, Robotik, Drohnen und Blockchain eine bedeutende digitale Umstrukturierung erfahren habe.

Die Einführung einer solchen Technologie erhöht laut Lebensmittelherstellern die Effizienz erheblich und ermöglicht es ihnen, weniger wertvolle Ressourcen wie Wasser, Düngemittel und Pestizide zu verwenden und gleichzeitig den Betrieb zu vereinfachen, um die Kosten für die Verbraucher zu senken.

(mit Input von Agenturen)

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